Es gibt Rechte, die sind scheinbar so selbstverständlich, dass sie nicht mehr hinterfragt werden. Stell dir vor du bist bestens ausgebildet, talentiert, arbeitest hart und bleibst, wenn es sein muss, auch mal bis spätnachts im Büro. Du lebst, um zu schreiben. Und doch kannst du deinen Namen nicht unter deinen Artikel setzen. Denn du bist eine Frau.

Während die Männer auf einer erhöhten Plattform sitzen, drängen sich die Frauen eine Etage tiefer.

Klingt abwegig? Bis 1970 war das im amerikanischen Magazin «Newsweek» üblich. Frauen sind den Männern Gehilfinnen, die niedere Arbeiten erledigen. All das Zeug eben, das anstrengt und deutlich weniger Spass macht, als die Details stilsicher aufpoliert zu einem Text zusammenzuführen. Telefonieren, recherchieren, Dokumente kopieren, hin und wieder einen Kaffee für den Boss aufsetzen. Frauen müssen ran, wenn es brennt und bekommen im Gegenzug weniger Gehalt und keinerlei Aufstiegschancen. Dass sie die Texte der Redakteure und Reporter vor- und umschreiben – geschenkt.

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