Programmieren war immer eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Ich mochte das Ausprobieren, das Herumspielen. Es hat mich oft an Basteln erinnert. Kreative Ideen technisch korrekt umzusetzen macht verdammt viel Spaß. Besonders fiese Bugs gefixt zu bekommen ist immer wieder toll. Informatik habe ich gerne studiert.
Jetzt bin ich Softwareentwickler in einem Startup und es ist ganz anders. Keine Zeit mehr für irgendwelchen Experimente, sondern nur das bereits Erlernte immer wieder abspulen und unter Zeitdruck immer ähnlichen Code produzieren. Besonders schlimm ist, dass wir nicht irgendeine vernünftige Software entwickeln, sondern eine, die nur im Kapitalismus Sinn macht.
Immerhin ist es gut bezahlt.
Wenn ich nebenbei noch Zeit für andere Projekte habe, ist es leider ähnlich.
Nein, ich bin gar nicht stolz darauf.
Zum Glück ist Programmieren aber nie mein einziges Hobby gewesen und es gibt genügend andere Dinge die ich gerne mache. Und ich werde mich hüten, mir die durch kapitalistische Verwertungslogik kaputt machen zu lassen.