Nach dreiwöchigem Netflix-Entzug (I know) war ich ganz hibbelig auf den neuen Film mit Millie Bobby Brown und Helena Bonham Carter. Selbstverständlich fiel ich mit meiner Filmauswahl genau auf die Werbe-Masche der Produzenten rein, die sich mit dem Cast einen kommerziellen Erfolg versprachen – aber sei’s drum.

Ich liebe grundsätzlich erstmal jeden Film, in dem Bonham Carter mitspielt und bei Brown hätte ich langsam auch gerne eine Antwort darauf, warum sie nach dem stummen Spektakel in Stranger Things Staffel 1 so gehyped wurde. #sorrynotsorry

Der Film spielt jedenfalls Ende des 19. Jahrhunderts im viktorianischen England und beginnt mit ästhetisch ansprechenden Erinnerungsfetzen an die „unkonventionelle“ Mutter-Tochter-Beziehung. Mutter Eudoria (Bonham Carter) liebt Wortspiele, und so hat sie auch ihrer Tochter einen Namen mit doppelter Bedeutung gegeben. Rückwärts gesprochen heißt Enola nämlich „Alone“.

Der Name soll sie darauf vorbereiten, „alleine“ klarzukommen. Etwas, das für aufmerksame Cineasten keinen allzu subtilen Hinweis auf den Fortgang des Plots darstellen sollte. Die Feministin qua Geburt wird zuhause unterrichtet, liest alle Bücher der hauseigenen Bibliothek, lernt Nahkampf und chemische Explosionen aus erster Nähe durch ihre Mutter kennen. Herrgott, die beiden werden sogar beim Scrabble-Duell gezeigt.

Kurz: mir als Zuseherin wird mehr als einmal auf die Nase gebunden, dass die Beziehung zwischen den beiden Frauen waaaahnsinnig wahnsinnig feministisch, fortschrittlich und damit ihrer…