Jetzt mal unter uns: Wie lange hast du gerade überlegt, diesen Artikel wieder wegzuklicken? Dir die Informationen doch woanders zu holen. Keine drei Minuten dafür aufzuwenden, … Oh wow! Du bist immer noch da, und gehörst nicht zu meinen +-300 superen Unterstützerinnen, die mir ein mittlerweile stolzes und vor allem fixes monatliches Einkommen von 1100 Euro brutto einspielen? Ist es mir vielleicht dieses Mal gelungen, endlich deine Aufmerksamkeit zu erhaschen, wo du dich doch sonst mit dem zufrieden gibst, was ich so „gratis“ auf Insta teile (nicht mehr viel)?

Alle – aber allen voran natürlich Produzentinnen – beschweren sich gerne und regelmäßig über die Gratiskultur im Netz, nur um dann doch wieder 24/7 ins Internet zu grinden. Ich habe mich aus vielen Gründen (Exklusivität und Faulheit genauso wie Selbstschutz) im Sommer 2018 dagegen entschieden, eine lebende Google-Maschine für Lurker zu sein und mein Wissen kostenlos zu verballern.

Was das mit meiner Audience, meiner Sichtbarkeit und meinem Geldbörsel gemacht hat? Lest selbst, wenn es euch 3 Euro wert ist. Was es vermutlich nicht ist, denn nur 5 % der eigenen Followerschaft sind in der Regel bereit, zu bezahlen. Und die hab ich schon übertroffen!

Die Hoffnung liegt also diesmal auf der Laufkundschaft.

1. Das Wachstum und die Sichtbarkeit

Obwohl es natürlich schwer zu sagen ist, warum genau ich seit einiger Zeit nicht mehr auf Instagram wachse, hege ich doch die Vermutung, dass es daran liegen könnte, dass die Menschen keinen Bock haben einem Account zu folgen der sie regelmäßig daran erinnert, wie selbstverständlich sie kostenlose Bildung von Autorinnen, Wissenschaftlerinnen oder Journalistinnen in Anspruch nehmen.

Das ist ungefähr so, als würde man Steak-Liebhabern bei jedem Bissen unter die Nase reiben, dass sie auch mal ausnahmsweise Tofu essen könnten, bevor sie sich am nächsten Morgen eh wieder ihre geliebte Wurstsemmel zum Frühstück kaufen.

Einmal ist einmal, und das tut scheinbar weh. Als eine der Wenigen, die auch noch einen Paid-Podcast macht, merke ich natürlich, dass ihn außer meinen 300 Unterstützern – na no na ned – keiner hört. Selbst, wenn meine Gäste ihn teilen, müssten sich deren Follower wiederum einen Acco…