Während ich diesen Text schreibe, sitze ich in einem Café in Omiš und schaue auf die Berge. Neben mir eine Tasse heißer Schokolade, unter mir ein ausgestreckter, faulenzender Hund. Neun Stunden Autofahrt sind seit unserem letzten temporären Zuhause vergangen. 800 Kilometer sind wir von der österreichischen Hauptstadt entfernt.

Bevor ich einen Hund hatte, habe ich mir drei Jahre den Kopf darüber zerbrochen, wie es sein würde, mit Tier zu reisen. Reisen und die unbeschwerte, spontane Fortbewegung waren für mich der Hauptgrund gegen ein Haustier. Ich war es aus meinen frühen Zwanzigern gewohnt, jeden Monat zu fliegen und mich ausschließlich auf meine eigenen Bedürfnisse zu konzentrieren. So machten es alle anderen, so war es bestimmt richtig. Wer war ich, mich derart einzuschränken?

Ende 2019 flüsterte ich mir im Spiegel zu: „Fuck it. Wir werden das schon irgendwie schaffen.“ Und außerdem ist ein Hund ja keine Katze, die man von den Nachbarn füttern lassen muss. Ein Hund kann mit. Zwar nicht überall hin, aber doch zu sehr vielen schönen Orten innerhalb Europas.

Die gute Nachricht zuerst: es ist möglich, mit Hund kostengünstig Urlaub zu machen und nicht auf allzu viel Komfort zu verzichten. Wenn man gewisse Schwierigkeiten mitdenkt.

Pack den Hund ein und los? Well, …

Erstmal eine kleine Liebeserklärung an meinen Hund. Ich habe großes Glück mit Jana, weil sie nicht nur der süßeste Kuschler der Welt ist, sondern auch sehr gerne Auto fährt. Als ich sie mit sechs Monaten bekam, konnte sie weder durch Türen gehen, noch Treppen steigen. Cafébesuche waren bis Monat drei eine Unmöglichkeit. Aber das Auto, das mochte sie sofort und so sind der Fiat und der French Bulldog von Anfang an ein gutes Team gewesen.

Sobald sie einsteigt, legt sie sich in ihre Box und schläft ein wie ein Baby. Herrlich. Und doch: Zufall.

Die erste Umstellung mit Hund betraf also: das Reisemittel. Auto it is, seither. Denn die meisten Airlines Europas nehmen keine Frenchies und andere Hunde mit Brachycephalie mit.

Natürlich kann man auch mit Hund BlaBlaCar oder Zug fahren – für mich kommt das allerdings (leider) nicht in Frage, da Jana bei vielen Menschen am Bahnsteig unruhig wird und Panik bekommt. Acht Stunden nach Wien Zugfahren, mit einem ängstlic…