Ich komme gerade von der Abholung meiner letzten HIV-Testergebnisse, ich habe das Virus nicht. Nicht, dass ich dachte, ich hätte es. Also, nicht wirklich. Zumindest nicht bis wenige Stunden vor dem Test, den ich als Routineuntersuchung bei meinem Hausarzt in Berlin durchführe. Der Assistenzarzt trifft meine Vene nicht, wir lachen kurz darüber. Es ist einfach noch zu früh, 8:30 Uhr an einem Freitagmorgen. So fühlt sich kein Test an, dessen Ergebnis fatale Aussagen über meine gesundheitliche Zukunft treffen könnte.

HIV-Tests werden allen Menschen empfohlen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Personen hatten, deren HIV-Status unbekannt ist. Wenn man so will also ungefähr allen Menschen, die ich zu meinem Bekanntenkreis in Wien, Berlin und Hamburg zähle. All jenen, die mir in beschwipsten Runden von ihren One-Night-Stands mit britischen Tourist*innen, Fremdgehgeschichten im Urlaub oder ihren neuen Freund*innen erzählen.

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