Interessant. Ich bin eine Journalistin/Redakteurin, die damit Geld verdient, aber ich wurde das nicht, weil das mein Hobby war. Ich habe Schreiben bis vor ein paar Jahren nie in erster Linie als Hobby, sondern immer als ein Handwerk verstanden, als eines, das man erlernen, sich darin ständig üben muss – ganz so, wie es ein Parkettleger, ein Maler, einer Maurer auch tut. Aber klar: Es hat mir immer Spaß gemacht. Und es macht mir immer noch Spaß. Daher schiele ich auch nicht neidisch auf andere, die im Journalismus tätig sind, sich dort wohlfühlen, reüssieren; ich gönne es allen von Herzen.

Doch an einem Punkt ticke ich ähnlich wie die (vermeintliche) Freundin: Ich bewerte Texte von anderen (Profis und Laien) natürlich durch meine “Brille”. Das ist nicht immer fair, ja, ich mache das aber auch nicht immer öffentlich. Jede/r, der/die schreibt, hat andere Ansprüche an die eigenen Texte, und das habe ich zu akzeptieren. Denn, wie hier richtig steht: Letztlich muss ich mit meinem Zeug, mit mir zufrieden sein. Alles andere ist zweitrangig. Ich gebe aber zu, dass es ein Stück Weg zu dieser Erkenntnis brauchte.