Super spannende Analyse, vielen Dank! Ich glaube, viele Frauen wollen diese Fragen auch einfach nicht konfrontieren und schieben erstmal alles “auf die Liebe”. Das die Heirat definitiv auch finanzielle und soziale Absicherung gibt, klingt unromantisch und passt nicht in das emotionale Framing einer Ehe. Und dass frau dann lieber nicht zu genau nachdenkt, wie genau sie jetzt ihre feministischen Überzeugungen in einer Institution leben soll, die eigentlich viel auf gegenseitige Abhängigkeit baut, leuchtet dann auch ein. Echt schwierig, man will es niemandem absprechen, sich auch bewusst dafür zu entscheiden, aber die Frage, wie man unabhänging im Rahmen der Ehe leben kann, bleibt. Ich finde es übrigens toll, dass du dann nicht unbedingt ein wertendes Fazit hast, sondern diese Spannung einfach aufrecht erhältst, denn so einfach zu beantworten ist es ja nun wirklich nicht.
Danke!