Die Damen und Herren von Zeit Online waren so nett und haben einen Auszug aus meinem Buch, das Millennial-Manifest, veröffentlicht. Das Essay ging über Nacht viral.

Wer Medienberichte über “die Jugend” von heute liest, stellt vor allem fest, dass sie immer weniger trinkt. Die Politiker jubeln, endlich haben die Antialkoholmaßnahmen gewirkt, die ganzen teuren Kampagnen, gedruckt auf Autobahnplakaten. Ohne die Folgen von massivem Alkoholkonsum schönzureden: Ich glaube nicht, dass der Grund für den geringen Alkoholkonsum der Jugend ausschließlich der ist, dass Sozialarbeiter und Lokalpolitiker mit ihren Motivationsreden und Abschreckungskampagnen eine gute Arbeit geleistet haben.

In einer Leistungsgesellschaft, die ständige Verfügbarkeit und Kompetenz schon für die Jüngsten predigt, ist es nicht verwunderlich, dass der Rahmen fehlt, loszulassen und mal über die Stränge zu schlagen. Faulheit hat ein negatives Image, sie ist mit dem Stigma der Unproduktivität, Antriebs- und Nutzlosigkeit verbunden und wird als unverzeihliche Charakterschwäche von Individuen abgestempelt. Heute wie damals ist die schlimmste Konsequenz eines Katers, nicht mehr arbeiten zu können.

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