Eigentlich ist es ziemlich paradox: Ausgerechnet in einer Zeit, in der für unsere Generation so gut wie nichts mehr sicher ist – von der Rente bis zum Job, dem befristeten WG-Zimmer, dem zweiten Tinder-Date – kommen Unternehmen auf die bahnbrechende Idee, einen weiteren Faktor zur persönlichen Destabilisierung als etwas Gutes zu verkaufen: flexible Arbeitsplätze.

Seit ich in Berlin wohne, hatte ich keinen fixen Arbeitsplatz mehr. Und das nicht erst, seit ich frei arbeite und meine Montagvormittage in Cafés mit überteuerten Schokobrownies verbringe. Auch in Festanstellungen setzen viele Betriebe auf größtmögliche Flexibilität. Wer übers Wochenende gekündigt wird, muss nicht einmal mehr zurückkommen und seinen Schreibtisch von so lästigen Dingen wie Familienfotos befreien. Zumindest fühlt es sich für mich so an, wenn ich morgens mal wieder nicht weiß, wo ich heute meinen kreativen Gehirnschmalz zum Besten geben darf.

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