Ein sehr schön geschriebener Text und mein Kopf kam während des Lesens gar nicht aus dem Nicken raus. Ich kann so vieles daraus nachvollziehen – was mich freudig und traurig zugleich stimmt. Nachdem ich meinen Vollzeitjob bei einer Tageszeitung zur Ruhe gelegt hatte (weil ich durch den – größtenteils selbst auferlegten – Druck krank geworden war), jobbe ich aktuell mit einer halben Stelle in Gastro/ Verkauf. Klar bin ich krass unterfordert und will so, so gern wieder zurück zum Schreiben. Es fehlt mir so sehr! Gleichzeitig will ich mich aber nicht mehr zum Mindestlohn durch eine Vollzeitstelle quälen, für die 40h/ Woche ohnehin nie ausreichen und die auch noch mindestens 45 min Pendeln pro Richtung auf die Stundenzahl daraufhaut. Dafür bin ich mir (endlich!) viel zu wichtig. Bloß kommt es mir aktuell so vor, als sei eine halbe, oder zumindest 2/3-Stelle im Journalismus nur ein schlechter Witz; zumindest wenn man fest angestellt sein möchte.