Es mag schon ein paar Jahre her sein, dass Social Media als Befreiungsschlag für die Gesellschaft gefeiert wurde. Kaum einer wird heute die Abhängigkeit bestreiten, in die wir uns mit dem Abschluss eines Zweijahresvertrages beim «Mobilfunkanbieter deiner Wahl» begeben haben.

Faceboook, Instagram, Twitter, Tinder, Evernote – tell me much about it. Irgendwann hat der ganze Kram keinen Spass mehr gemacht, weil es zu viel wurde. Auf allen Kanälen wird der Nutzer mit News, Videos, Bildern vollgeballert. Jetzt, wo jeder jeden erreichen und mit dem eigenen Geschreibsel aus der Reserve locken kann, lechzen schon die Ersten nach dem Exit-Button. Social Media ist dabei, seinen guten Ruf zu verlieren.

Einer Studie von Saferinternet.at zufolge gelten soziale Netzwerke bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 als wenig vertrauenswürdig, immer mehr verlagern die Kommunikation in Messenger-Dienste und wenden sich von zeitraubenden Plattformen wie Facebook ab.

Um realistisch zu bleiben: Komplett auf soziale Netzwerke zu verzichten ist dann möglich, wenn man als Selbstversorger in einer Hütte im norwegischen Hinterland leben möchte. Wer allerdings weiterhin als Teil der Zivilgesellschaft lebt und arbeitet, wird es sich kaum erlauben können, die Maschine komplett herunterzufahren.

Bis sich die Menschheit also wieder gefangen und die Gerichte erste Präzedenzfälle im Kampf gegen Facebooks Verantwortungslosigkeit geschaffen haben, liegt es an uns, den Social-Media-Konsum so zu regeln, dass es uns damit gut geht.

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