Tolles Interview mit tollen Vorlagen, aber auch sehr spannenden Antworten.
Mir geht vor allem der Punkt mit der Vulnerabilität sehr ans Herz: Das fehlt unserer Gesellschaft meiner Meinung nach!: Offen zu sein, von seinen Schwächen und Ängsten berichten zu können, ohne sich fürchten zu müssen, verurteilt zu werden. Meistens ist man mit den Ängsten nämlich nicht allein. Wenn dann aber andere diese mutige Geste ausnutzen, auf der Verletzlichkeit des anderen herumtrampeln mit Aussagen wie “Pech gehabt, wenn du dich so verletzlich zur Schau stellst. Hättest du auch für dich behalten können”, dann zerstören sie alles, was man da versucht aufzubauen. Wieso ist das cool auf jemanden, der sich traut aus sich herauszugehen, hinabzuschauen und dessen Schwäche direkt für die eigenen Machtspielchen auszunutzen?

Ich verstehe es nicht – ist mir aber mittlerweile auch eigentlich egal. Ich mache mich weiterhin verletzlich, weil emotionales Versteckspiel und Vortäuschen eben noch viel schlimmer ist.

Eine Sache noch: Ignorieren von Hasskommentaren ist halt einfacher gesagt als getan. Man kann es noch so besser wissen, es schmerzt und kratzt trotzdem an einem. Daher eine sehr sehr plausible Forderung von Caren: Die Auftraggeber können sich da ruhig für ihre Autoren einsetzen.

Toller Text – mag diese Kolumne ja wirklich wirklich gerne!

xx Ana http://www.disasterdiary.de