Schemenhafte Silhouetten, undefinierbare Spiegelungen im Wasser, ein brauner Fleck, der wie ein Berg aussieht. Auf den ersten Blick lässt sich nicht sagen, ob die Fotografien von Jean-Jacques Calbayrac seine unmittelbare Umgebung abbilden, oder aus einem Gameboy-Spiel der Neunziger stammen.

Der 29-jährige Fotograf aus Paris bezeichnet sich selbst als Gameboy-Kameramann und bedient damit eine künstlerische Lücke. Fotografieren mit dem alten Spielzeug, da hätte man doch auch selbst drauf kommen können. Ist man aber nicht. Und so hat es der junge Franzose geschafft, einen eigenen Stil fernab des Mainstreams zu entwickeln. Seit anderthalb Jahren lebt Jean-Jacques bereits in East London. Zuvor hat er am renommierten Fotografie-College Gobelins in Paris studiert, als Fotografie-Assistent und Laborant in einer Dunkelkammer gearbeitet.