das private ist beruflich

Warum wir endlich wieder anfangen sollten, Privates auf Facebook zu posten

Simon verkauft sein Headset. Georg interessiert sich für “Tanzen Open Air”. Eine bahnbrechende neue Studie, gepostet von Sarah. Dazwischen lustige Sprüche auf Unternehmensseiten, die man teilen soll. Facebook ist schon lange kein Tagebuch mehr.Während man 2009 eine belanglose Statusmeldung aus dem Bus postete (“Mir ist laaaangweilig”), versucht man heute vor allem durch das Teilen von Artikeln raushängen zu lassen, wie gebildet man ist (“Das Ende der modernen türkischen Republik?”), wie politisch man sich artikulieren (“Mit den humanistischen Werten leider unvereinbar”) und dadurch am Diskurs (“Die Dagegen-Pose der AfD ist verlockend”) teilnehmen kann.

Meine Generation ist mit dem Internet aufgewachsen, hat also Schritt für Schritt gelernt, wie man mit sozialen Medien umgeht. Wie man sich möglichst likeableausdrückt, präsentiert und fotografiert. Dabei ist sicherlich auch das eine oder andere betrunkene Selfie entstanden, das man heute besser verbirgt. Auf Partys wurde jeder noch so unbedeutende Moment mehrfach festgehalten, als ob diese Nächte nie wieder kommen würden.
Irgendwann kamen sie dann tatsächlich nicht wieder. Hier weiterlesen.

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