Manchmal hätte ich gerne den Ansporn, gut auszusehen. Also so richtig. Nicht nur für die Fotos, oder einmal in der Woche für die Arbeit oder zum Zusammensitzen mit Bekannten bei vier Flaschen Wein. Sondern wie die Blogger-Mädchen, die ihren Konsum durch das Schönreden von Konsum finanzieren. Ich würde aufwachen, mich aus meinem gestern Nacht frisch überzogenen Bett pellen und erstmal ins Wohnzimmer gehen, wo ein aufgeräumter Schreibtisch auf mich wartet, mit Deckchen, dafür ohne To-Do-Listen oder Flecken von den Essensresten. Ich würde eine Kanne Tee aufgießen und wahlweise für den Herren Kaffee, ich hätte mein weißes Satinnachthemd an, das ich irgendwann im Sale bei Intimissimi um fünfzig Euro gekauft und seither nicht mehr beachtet habe.