Nennt es Fortschritt, nennt es das größte Übel, seit es das Internet gibt: Tinder, die beliebte App zur niemals endenden Fleischbeschau, hat den Datingmarkt nachhaltig revolutioniert – und die Gefühle der Nutzer zumindest im selben Ausmaß verwirrt.

Tindern, so schwört meine Freundin, tut sie nur aus Spaß. Wenn ihr langweilig ist – oder sie nicht einschlafen kann. Denn Tinder, das versichert sie mit Nachdruck, nutzt doch niemand ernsthaft. Für echte Treffen, im wirklichen Leben! Auf Tinder, da sind wir alle “nur so”. Zum Zeitvertreib. Um uns durch das Dickicht der potentiellen Sexpartner zu wühlen. Ohne am Ende zuzugreifen. Ich glaube ihr nicht.

Meine Freundin ist ganze zwei Tage bei mir zu Besuch. Zwei Tage, an denen ich arbeiten muss. Da wir deshalb nur den Vormittag zusammen verbringen, verabreden wir uns für den Abend. Um das nachzuholen, was wir in den letzten Monaten verpasst haben.

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