Irgendwie klingt es fast als müsse der feministische Mann etwas unterwürfiges haben. Warum soll er nicht mehr über Feminismus wissen als eine Frau? Wenn er mehr gelesen hat, mehr verstanden hat, sich tiefer eingearbeitet hat, was soll ihn dann daran hindern, auch besser zu sein in feministischer Theorie?

Vielleicht ist er sogar schon vor der Beziehung darauf gekommen, mal was über Feminismus zu lesen. ich hatte beispielsweise keine feministische Freundin und habe relativ viel feministische Literatur gelesen, einfach aus Interesse.

“Die Karrierefeministin hasst den Alpha-Mann auch deshalb besonders inbrünstig, weil sie sich mit ihm nicht nur um Jobs streiten, sondern auch den Platz in der Öffentlichkeit teilen muss. Wenn er jetzt zusätzlich anfängt, ihre Standpunkte zu seinen eigenen zu machen, wo bleibt dann das Alleinstellungsmerkmal?”

Also weil sie lieber selbst eine gewisse toxische Männlichkeit leben will, nur eben als Frau?