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“Zum anderen – und das könnte heute meine zentrale Botschaft sein – tut Schmerz weh, aber er bringt dich nicht um. Bedenkt man die Alternative – einen narkotisierten, technisch begünstigten Traum von Selbstgenügsamkeit -, dann erscheint der Schmerz als das natürliche Produkt und der natürliche Indikator des Lebendigseins in einer widerständigen Welt. Ohne Schmerz durchs Leben zu kommen heißt, nicht gelebt zu haben. Sogar sich zu sagen: ,,Oh, zu dieser Herz-und-Schmerz-Geschichte komme ich später, vielleicht wenn ich so dreißig bin“, heißt, sich zehn Jahre lang bloß darauf zu beschränken, einen Platz auf dem Planeten zu besetzen und dessen Ressourcen zu vernichten. Es heißt, und ich meine das wirklich im verdammenden Wortsinn, ein Konsument zu sein.”
Jonathan Franzen, Weiter Weg