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13. Mai 2018
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Vor knapp neun Monaten bekam ich die E-Mail, auf die wohl alle Autorinnen insgeheim warten: “Liebe Frau Jankovska, hätten Sie nicht Lust auf ein Buch?” – heute darf ich endlich mein Schweigen brechen und aller Welt zeigen, welches Geheimnis ich so die letzte Zeit mit mir herumgetragen habe. Kein Kind vielleicht, aber so ähnlich.

Es befindet sich jetzt jedenfalls im Geburtskanal (Verlagsdeutsch: “In Herstellung”) – und trägt den vielversprechenden Titel “Das Millennial Manifest“. Nach langem Hin und Her haben wir uns (zum Glück, da gab’s noch ganz andere Kandidaten!) für diesen schlichten Cover-Entwurf entschieden, der gerade noch klassisch genug daherkommt, um nicht als trashig zu gelten und in Punkto Farbe ausreichend Leuchtkraft besitzt, um nicht in der Fülle an Neuerscheinungen unterzugehen. Hoffentlich! Am 19. Oktober weiß ich dann mehr (ja, auf Amazon ist das neue Datum noch nicht aktualisiert worden).

Dieses Buch ist übrigens alles, was ich noch sagen wollte. Über Vorgesetzte, die die eigene Kreativität und den firmeninternen Aufstieg gleich mit verhindern. Den Mythos “einer Karriere” – und warum es nicht reicht, das zu tun, was man liebt, um nie mehr arbeiten zu müssen. Nach Jahren, in denen uns an der Universität beigebracht wurde, eigenständig zu denken und Autoritäten zu hinterfragen, sollten wir uns nach Ende des Studiums in festgefahrenen Arbeitsstrukturen wiederfinden, die schon in den frühen Zweitausendern nicht funktionierten. Von der Schattenseite, heute jung zu sein, möchte keiner sprechen. Es ist leichter, mittels Social Media den Schein eines selbstbestimmten #feelgood-Lebens vorzugaukeln, in dem die Zukunft einer ganzen Generation nichts weiter ist als ein blinder Fleck auf Google Maps.

Oder, wie es der Rowohlt-Verlag formuliert: die junge Journalistin Bianca Jankovska schreibt eine schillernde, provokante, wortgewandte Abrechnung mit der Gesellschaft, sie wettert gegen prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse, die beziehungsunfähigen Gleichaltrigen und überhaupt, das Leben als solches.

Ich selbst sehe es mehr als gewitzte Realitätsbeschreibung, denn als Abrechnung. So oder so: ihr werdet hoffentlich Spaß beim Lesen verspüren – und auch den viel zu lange hinter Bildschirmen unterdrückten Schmerz. Für’s Erste sei damit schon mal genug verraten. Ich werde euch schon noch mit ausreichend Vorschau-Links und Leseproben vollballern.

Ich freu mich über jede Vorab-Bestellung und alles, was noch kommt.

B. <3

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