Food & Design

Fast wie im eigenen Wohnzimmer: Das Café Tietz in Mitte

13. März 2017

Das Café Tietz in der Potsdamer Straße ist eines dieser Cafés, nach dem man sich im Großstadttrubel sehnt. Bodenständig, unaufgeregt und zentral gelegen bietet es nicht nur den idealen Rückzugsort für ambitionierte Querdenker – sondern verspricht auch Erholung für den verloren gegangenen Tourist. Der gönnt sich je nach Gusto frisch gerösteten Kaffee aus der Berliner Kaffeerösterei, eine Mischung verschiedener Salate, selbstgebackene Lachsquiche oder Bio-Karottenkuchen.

Es fühlt sich ein bisschen an wie im eigenen Wohnzimmer, wenn die liebevoll zubereiteten Törtchen und Sandwiches vorbei gebracht werden. Im Zentrum steht frei nach dem Gründer des Cafés, Uwe Tietz, der nachhaltige Umgang mit der Umwelt und damit auch die Balance zwischen Körper und Geist. Unser Tipp: Eine regelmäßige Kuchen Happy-Hour kann da bestimmt auch ihren Teil zu beitragen.

Ein besonderes Klientel gibt es laut Till Sternberg – er leitet das Café seit vergangenem September – nicht. „Bei uns sind alle richtig, die Wert auf gutes Essen legen. Wir möchten den höchsten Standard in dem Preissegment bieten, das man sich als normaler Mensch leisten kann. Jeder soll potenziell bei uns Mittagessen gehen können.“ Passend zum Nachhaltigkeitsgedanken liefern Prodana die biologisch abbaubaren Verpackungen aus Zuckerrohr oder Papierfaser; der Fisch stammt von Wechsler Feinfisch – einer von Naturland zertifizierten Fischräucherei, die Fischprodukte aus ökologischer Aquakultur herstellt. „Die Menschen legen wieder mehr Wert auf das, was sie konsumieren. Alles, was wir hier anbieten, ist fair produziert worden“, sagt Sternberg.

Die Sache mit der Zertifizierung sieht Sternberg durchaus kritisch. „Es ist bezeichnend, dass sich ein gastronomischer Betrieb zertifizieren muss, der etwas völlig Normales tut, wohingegen jemand, der Fleisch aus der allerletzten Metzgerei anbietet, nicht so stark kontrolliert wird.“ Bis zum Naturland-Siegel ist es beim Café Tietz nicht mehr weit, dieser Tage findet der Zertifizierungsprozess für eines der wichtigsten deutschen Öko-Siegel statt.

Von den Bemühungen bekommt der Gast im besten Fall wenig mit, ist er doch eher mit der Erkundung von Bananenkrümel-Kuchenböden und Schokotexturen denn mit strikten Gastro-Auflagen beschäftigt. Ob Rohkost, vegane oder vegetarische Küche – es ist für jeden Besucher etwas dabei. Auch für die, die einfach nur gerne ein stinknormales Schinken-Käse-Sandwich hätten.

Denn auch dafür ist im Café Tietz Platz. Für das Gewöhnliche, das Normale. Speisen, die genauso unaufdringlich sind wie die Einrichtung und durch das Wesentliche bestechen: Hochgehaltene Qualität.

Dieser Beitrag ist auf dem Blog von mealsaver.de erschienen.

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