Food & Design

Brammibal hat die vielleicht schönsten Donuts der Stadt

14. Februar 2017

Direkt am gemütlichen Maybachufer gelegen ist Brammibal’s Donut der perfekte Laden für zwischendurch. Einfach entspannt reinsetzen, im Mittagstrubel oder vor der Uni. Und wenn es schnell gehen muss, gibt’s einen Donut auf die Hand. Die Einrichtung erinnert an die große Schwester einer typischen Neuköllner-WG: ein bisschen shabby hier, ein paar blitzblaue Metallhocker da – und mit ganz viel Wohlfühlfaktor ausgestattet ein klarer Fall von „geht immer“.

Ladenchef Bram Van Montfort kommt ursprünglich aus den Niederlanden und hatte als Berufsmusiker mit dem Backen gar nicht so viel auf dem Hut – zumindest bis er seine heutige Theken-Partnerin kennenlernte. Die bäckt seit ihrem 14. Lebensjahr vorwiegend vegane Leckereien, irgendwann kamen Donuts dazu. Gemeinsam mit Freunden verkauften sie die erst unregelmäßig auf Märkten und Geburtstagen, bis sie feststellten: Verdammt, die sind einfach zu gut um den Berlinern vorenthalten zu werden. Gesagt, getan, den Musikerposten an den Nagel gehängt und rein ins Gastro-Business.

Seit sieben Monaten läuft Brammibal jetzt schon rund. 300 bis 500 Donuts werden pro Tag – übrigens ohne künstliche Zusatzstoffe und immer noch von Hand – hergestellt. Wenn etwas von den Prachtexemplaren übrigbleibt, kommt das den MealSaver-Nutzern zu Gute. „Donuts sind nicht unbedingt für ihre lange Haltbarkeit bekannt“, sagt Bram.

Wichtig ist ihm und seinem Team die Nähe zur Produktion. Gegenüber der Herstellung als auch den Kunden verspürt er eine große Verantwortung. Deshalb sind alle verkauften Produkte nicht nur vegan, sondern auch frei von künstlichen Zusatzstoffen. Und das schmeckt man auch. Da klebt nichts länger im Mund als nötig, der kulinarische Abgang hinterlässt keinerlei unangenehme Spuren auf der Zunge.

Das Wichtigste beim Donutmachen ist übrigens laut Bram der Teig: „Er muss perfekt sein, das ist wichtig für die Konsistenz.“ Dass die Donuts vegan sind, macht das Prozedere angeblich nicht schwieriger. „Es geht viel mehr um das Mehl, die richtige Zusammensetzung der Zutaten und die Temperatur des Frittieröls.“ Wieder was gelernt.

Wenn seine kleinen Lieblinge fertig sind, bekommen sie Namen wie „Nougat Toasted Hazelnuts“, „White Chocolate Pistachio“ oder „Maple Smoked Coconut“. Ein Laden, der genauso nach Neukölln passt wie die Oldschool-Tattoos zu den Händen der Verkäuferinnen und Verkäufer. Aber Achtung: Wer die Kringel mit der galaktischen Glasur zulange auf den Backblechen beobachtet, bekommt schon mal feuchte Mundhöhlen.

Das Line-Up wechselt jeden Tag, zehn bis zwölf verschiedene Varianten kann man für 2,50 Euro pro Donut kaufen – mit der MealSaver-App geht das kurz vor Ladenschluss natürlich noch einen Ticken günstiger. Unser Favorit heißt „Chocolate Peanutbutter Fudge“ und fühlt sich an wie Liebe löffeln. Also das nächste Mal schnell sein: ein Besuch bei den netten Damen und Herren lohnt sich in jedem Fall.

Diese Restaurant-Rezension ist auf mealsaver.de erschienen.

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